"Bewegender Moment" und "Beinahe-Eklat" | Pressespiegel zur Denkmalseinweihung in Mittenwald 21.3.2010

Mahnmal-Enthüllung: „Aussöhnung inakzeptabel“

Auschwitz- und Dachau-Überlebender Maurice Cling geht mit dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe scharf ins Gericht.

Garmisch-Partenkirchener Tageblatt, merkur-online.de, 31.3.2010

Nach der feierlichen Enthüllung des Mahnmals vor elf Tagen im Geigenbauort (wir berichteten), an der auch der Franzose teilgenommen hatte, möchte er in einer Erklärung einige Punkte klarstellen. „Erstens habe ich sehr klar gesagt, dass für mich jede Aussöhnung zwischen Tätern und Opfern inakzeptabel ist.“

Zuallererst gehe es darum, die Verbrechen der Wehrmacht und der SS, „die Europa in Blut getaucht haben“, als Verbrechen anzuerkennen, insbesondere in Mittenwald noch in den letzten Stunden des Krieges. „Ich sage dies im Namen meiner Kameraden, die in der Umgebung von Mittenwald ermordet worden sind.“ ...

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Bewegender Moment - Bayerisches Mittenwald weiht Denkmal ein

Im oberbayerischen Mittenwald ist am Sonntag ein Mahnmal gegen die Kriegsverbrechen von Gebirgsjägern der Wehrmacht eingeweiht worden.

Neues Deutschland, 23.3.10

Maurice Cling ist eine würdevolle Erscheinung, wie er da vorne steht und von dem alles entscheidenden Wendepunkt seines Lebens erzählt, dem Tag, als ihn amerikanische Soldaten aus den Händen der Deutschen befreiten – in Mittenwald. In dem bayerischen Ort, wo er 65 Jahre später am Rednerpult steht, um die offizielle Einweihung eines Denkmales für die Opfer der NS-Gebirgstruppe zu feiern, gegen das man sich hier am Fuße des Karwendels seit acht Jahren mit Händen und Füßen gewehrt hatte. ...

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Feierstunde mit Störfeuern

Mittenwald - Der „Stein des Anstoßes“ ist eingeweiht. Doch selbst bei dieser Zeremonie, bei der Gemeinde und Angreifbare Traditionspflege den Schulterschluss wagten, blieben Attacken nicht aus.

merkur-online.de, 21.3.10

Viele hatten es im Vorfeld befürchtet: Während der Rede von Friedrich Burschel vom Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege verließen Manfred Benkel und Hans Peter Mayer vom Kameradenkreis der Gebirgstruppe sowie der Bundeswehr-General a. D. Winfried Dunkel die Aula der Mittenwalder Grund- und Hauptschule. Damit protestierten sie gegen die scharfen Angriffe Burschels.

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Gebirgsjäger Mittenwald - Weiter Streit um richtiges Gedenken

BR-Online, 22.3.10

Es geht um die Opfer von Gebirgsjägern in der Nazizeit - in Mittenwald wird seit Jahren darüber gestritten. Ein Denkmal wurde auf-, ab- und dann vor der Grund- und Hauptschule wieder aufgestellt. Zum Schlussstrich im Streit zwischen Kritikern und Traditionalisten kam es nicht - den Festakt störten Misstöne.

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Mahnmal: Alte Konflikte brechen erneut auf

Mittenwald - Seit Sonntag besitzt Mittenwald ein Mahnmal. Damit sollte ein Zeichen der Aussöhnung gesetzt werden. Doch davon ist man inzwischen wieder meilenweit entfernt.

merkur-online, 22.3.10

Geschichtsaufarbeitung als politische Kampagne - nach wie vor bleibt der linksorientierte Arbeitskreis (AK) Angreifbare Traditionspflege seiner medienwirksamen Tradition treu. Dass musste am Sonntag während der würdevollen Einweihung des Mahnmals auf dem Mittenwalder Schulgelände auch der gastgebende Bürgermeister schmerzlich erfahren. Mit versteinertem Blick verfolgte er in der mit rund 200 Zuhörern besetzten Aula die Ausführungen von AK-Sprecher Friedrich Burschel. Ein Mann aus Ebersberg, der in den vergangenen acht Jahren in den Reihen der Demonstranten gegen das Gebirgsjäger-Treffen auf dem Hohen Brendten nicht sonderlich beziehungsweise gar nicht in Erscheinung getreten war. Nach bewährtem Strickmuster geißelte Burschel deutsche Kriegsverbrechen, stellte zwischen Wehrmacht und Bundeswehr einen kausalen Zusammenhang her und rief zum Boykott des Pfingsttreffens auf. ...

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MITTENWALD - NS-Gebirgsjäger töteten Zivilisten

Mittenwald erinnert mit Denkmal an die Opfer von Verbrechen in der Nazizeit

MainPost, 21.3.10

(epd) Mit einem Denkmal erinnert die Gemeinde Mittenwald an die Opfer von Verbrechen der NS-Gebirgsjäger. Das Denkmal wurde am Sonntag um 15 Uhr von der Gemeinde Mittenwald und dem Arbeitskreis „Angreifbare Traditionspflege“ sowie Überlebenden des Holocaust offiziell eingeweiht.

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