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August 2010: Kriegsverbrecherprozess gegen 12 deutsche Wehrmachtssoldaten vor dem Militärgericht Verona12 ehemalige Soldaten der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“ in Italien vor Gericht: Neuer Kriegsverbrecherprozess am Militärgericht in Verona Angeklagt waren zu Beginn 6 ehemalige deutsche Soldaten der Panzer-Division Hermann-Göring, beim Gerichtstermin am 04.März 2010 wurde das Verfahren um 6 Angeklagte erweitert. Den Angeklagten wird vorgeworfen, an Massakern von Einheiten der Fallschirm-Panzer-Division „Hermann-Göring“ in der Emilia-Romagna und der Toscana beteiligt gewesen zu sein. Bei diesen Massakern wurde ca. 400 Zivilisten ermordet: Kinder, Alte, Frauen, Männer, unterschiedslos und oft auf grausame Weise. Der Prozess begann am 11. November 2009 vor dem Militärgericht in Verona. Bisher wurden fast ausschließlich Verfahrensfragen geklärt. Im Oktober 2010 soll der Prozess in die Phase der Beweisaufnahme eintreten. Es gibt zahlreiche Zeuginnen und Zeugen sowie viele Nebenklägerinnen und Nebenkläger, entsprechend wird mit einer Für die Überlebenden und die Familienangehörigen der Opfer ist dieser Prozess, der endlich 66 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen stattfindet, die längst fällige öffentliche Auseinandersetzung der Gesellschaft mit einer Geschichte, die von der Allgemeinheit verdrängt und vergessen war, die ihr persönliches Schicksal aber ein Leben lang mit geprägt hat. Das Institut zur Geschichte der Resistenza und zur Zeitgeschichte in Reggio-Emilia (Istoreco) hat verschiedene Aktivitäten geplant oder auch schon begonnen, die zum Ziel haben, den Prozess aus den Mauern des Gerichtsgebäudes in die Öffentlichkeit zu holen, damit er Gegenstand der gesellschaftlichen Reflexion zur Geschichte, zu Recht und Gerechtigkeit, zur Politik in Vergangenheit und Gegenwart werden kann. Das Institut organisiert z. B. Fahrten von Schulklassen zu den Sitzungen des Gerichts. Über den Prozess wird eine Videodokumentation erstellt, die später als Basis für einen Dokumentationsfilm dient. Das Istoreco hat Personen vor Ort, die den Prozess beobachten und darüber berichten. Im regionalen Archiv, das dem Istoreco angegliedert ist, wird ein Schwerpunkt zum Massaker von Cervarolo zusammengestellt. Bei seiner Arbeit zum Prozess ist das Istoreco mit anderen Akteuren engmaschig vernetzt. Liste der Orte in denen die Massaker stattgefunden haben, Monchio, Susano und Costringano (Provinz Modena): Beteiligte Einheiten: Italienische: Verantwortlicher Offizier: Hauptmann Richard Heimann Cervarolo und Civago (Provinz Reggio-Emilia): Beteiligte Militäreinheiten: Italienische: Verantwortlicher Offizier: Hauptmann Richard Heimann Monte Morello (Provinz Florenz): Beteiligte Militäreinheiten: Im Gebiet des Casentino, an den Flanken des Monte Falterona: Stia (Provinz Arezzo): Ortsteile:
Bibbiena (Provinz Arezzo): Ortsteile
Poppi (Provinz Arezzo) : Ortsteile
Bagno di Romagna (Provinz Forlì) Orte am Passo Mandrioli San Godenzo (Provinz Florenz): Ortsteil Il Castagno d’ Andrea Beteiligte Militäreinheiten (bezogen auf alle Orte): Italienische faschistische Militäreinheiten: Verantwortlicher Offizier: Oberst Georg-Henning von Heydebreck vom LXXV. Armeekorps. Mommio und Sassalbo (Gemeinde Fivizzano/Provinz Massa-Carrara): Beteiligte Militäreinheiten: Italienische faschistische Militäreinheiten oder Milizen: Verantwortlicher Offizier: Kommandeur der Festungs-Brigade 135. Die Angeklagten:
(Marianne Wienemann, im August 2010) |
Entschädigung jetzt!
Ein Denkmal für Mittenwald!
Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Straffreiheit für Kriegsverbrecher! Keine Ruhe! Prozess gegen den Gebirgsjäger Josef Scheungraber in München: Gegen jeden Krieg! |