Search |
Paul AlbersAus dem Verfahren gegen Paul Albers, in Italien verurteilt zu lebenslanger Haft wegen Beteiligung am Massaker in Marzabotto. Der 1919 geborene Albers wohnt heute in Saarbrücken. Die Nazi-Karriere von Paul Albers begann 1937 mit dem Beitritt zur SS im Alter von 17 Jahren. Zuvor war er drei Jahre lang Mitglied der Hitlerjugend. Am 14.2.1943 kommt er zur 16. Pg-Division. Einen Monat später steigt er in den Rang des Untersturmführers auf. Ihm wird im Laufe des Krieges das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse verliehen. Am 30.8.1943 schlägt Battaillonsführer Reder seine Beförderung zum Hauptstabsoffizier vor. Reder betont die nationalsozialistische Gesinnung Albers ' und sein energisches militärisches Handeln an der Front. Albers bekommt den Posten und wird in den Führungsstab der Aufklärungsabteilung aufgenommen. In zentraler Position regelt er die Kommunikation zwischen den Einheiten, teilt ein und sorgt für die Durchführung der Befehle. Zudem fungiert er als Stellvertreter des Kommandanten. Durch mehrere Aussagen seiner Kameraden ist seine Teilnahme an der Bekämpfung der Partisaneneinheit Stella Rossa belegt. Auch Reder erinnerte sich in seinen Aussagen immer wieder bei wichtigen Ereignissen, dass Albers an seiner Seite war. Weitere Aussagen ergeben, dass Albers an den Planungssitzungen zu den Bekämpfungsaktionen und bei diesen selbst zur Stelle war. Darüber hinaus geht aus Aussagen und Dokumenten hervor, dass Albers während des Massakers in Marzabotto anwesend war. Albers bestreitet in zwei Aussagen (1950 und 2004) seine Beteiligung. Er habe von dem Massaker in Marzabotto erst 1950 erfahren. Dennoch beteuert er in einer Vernehmung, dass er die Befehle zur „Rücksichtslosigkeit gegen Zivilbevölkerung“ mit Abscheu aufgenommen habe und eine Befehlsverweigerung ihn vor das Militärgericht gebracht hätte. Im Urteil wird auf die zentrale Führungsrolle Albers bei den Massakern in Marzabotto, Monzuno und Grizzana verwiesen. Auch wenn Albers keine einzelnen Ermordungen zugeschrieben werden können, so war doch „die Realisierung des Massakers in erster Linie Ergebnis seiner konkreten Tätigkeit“. Albers ist zu Höchststrafe - lebenslänglich - verurteilt. |
Entschädigung jetzt!
Ein Denkmal für Mittenwald!
Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Straffreiheit für Kriegsverbrecher! Keine Ruhe! Prozess gegen den Gebirgsjäger Josef Scheungraber in München: Gegen jeden Krieg! |