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Kundgebung in Nürnberg - Adolf SchneiderAm Samstag 1. Dezember fand der bundesweite Aktionstag gegen NS-Kriegsverbrecher statt. Auch in Nürnberg wohnt einer der 10 im Januar 2007 in La Spezia wegen dem Massaker in Marzabotto Verurteilten. Deshalb fand auch hier eine Aktion statt. Der Verein limovobi e. V. hatte im Vorfeld beschlossen, keine Kundgebung vor dem Haus von Adolf Schneider abzuhalten, sondern einen Infostand in der Nürnberger Fußgängerzone (neben dem Vertriebenendenkmal, s. Foto) zu organisieren.
Es gab eine Ausstellung mit Tafeln über das Urteil zu Marzabotto, den damaligen Ereignissen sowie einer Zeitzeugenschilderung des Überlebenden Francesco Pirini (alles auch nachzulesen auf unserer Homepage www.resistenza.de). Außerdem hatten wir einen Redebeitrag zum Aktionstag vorbereitet und eine Lesung der Zeitzeugenschilderung, die mehrmals über Lautsprecher vorgetragen wurden. Zusätzlich wurden hunderte Flugblätter und unsere kostenlose Broschüre „la resistenza – Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien“ verteilt. (Die Broschüre ist ebenfalls kostenlos über unsere Homepage zu bestellen.) Trotz des wirklich besch... Wetters und des Weihnachtskonsumterrors war das Interesse der PassantInnen besser als erwartet. Etliche PassantInnen nahmen sich die Zeit, die Ausstellungstafeln anzuschauen oder blieben während der Redebeiträge stehen. Was natürlich nicht ausblieb, waren sehr freimütig vorgetragene Kommentare und Diskussionsbeiträge von PassantInnen, die von „Auch wir waren Opfer“(Dresden) bis zu „kann damit endlich mal Schluss sein“ und „Ihr spinnt doch“ reichten. Aber es gab auch viele positive Resonanzen, die von „weiter so“ über „viel zu wenig bekannt“ bis zu „wichtig, dass das endlich mal jemand öffentlich thematisiert“ reichten. Es waren im Laufe des Nachmittags alle drei großen Nürnberger Zeitungen da, die auch bekundeten, etwas zum Thema bringen zu wollen. Einige italienische und US-amerikanische PassantInnen (der Christkindlsmarkt in Nürnberg ist eine bekannte Touristenattraktion) drückten zum Teil ihre Verwunderung, aber auch ihre Sympathie darüber aus, dass wir dieses Thema in Deutschland an die Öffentlichkeit bringen. Nachdem eine Passantin per Handy ihrer Familie in Italien über den Infostand berichtet hatte, erreichten uns sogar solidarische Grüße aus dem entfernten Genua. Mehr Infos zum Thema gibt’s unter www.resistenza.de
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