Published on Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern (http://www.keine-ruhe.org)
Aktion gegen NS-Kriegsverbrecher in Bremen - Max Milde
By admin
Created 05/12/2007 - 22:54

Im Rahmen des Aktionstages“ NS-Verbrecher zur Verantwortung ziehen“ fanden heute, am 1.12.2007, Aktionen in insgesamt 12 Städten in der BRD und Östereich statt.
In Bremen war diese Aktion eine Kundgebung im Steintorviertel. Etwa 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen vor das Haus des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Max Josef Milde (Lübecker Strasse 9). Milde wurde im Oktober 2006 von einem Militärgericht im italienischen La Spezia wegen Beteiligung an der Ermordung von 59 Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt.

In Redebeiträgen, auf Flugblättern und Transparenten wurde der ehemalige Wehrmachtssoldat aufgefordert, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und sich den Fragen der Überlebenden des Massakers von Civitella und ihrer Angehörigen zu stellen.
Von der bundesdeutschen Justitz forderten die DemonstrantInnen, endlich ein Verfahren gegen Max Josef Milde zu eröffnen.
Aber es wurde auch immer wieder darauf hingewiesen,: Max Josef Milde ist kein Einzelfall. Noch immer leben hunderte von NS-Kriegsverbrechern mitten unter uns.

So hieß es in einem Redebeitrag:
„Seit Jahrzehnten leben sie unbehelligt wie Max Milde – zumindest bis heute –, meist durch eine Rente gut versorgt, oft als angesehene Bürger oder doch zumindest als unauffällige, nette Opas – und Omas – von nebenan.
Sie konnten sich verlassen auf den juristisch praktizierten Täterschutz.
Vor allen Dingen aber konnten sie sich verlassen auf eine Gesellschaft, die von der
NS-Vergangenheit nichts mehr wissen wollte und in der wenig oder keine Fragen gestellt wurden.“

Dieses Schweigen zu brechen und die Ruhe des verurteilten Kriegsverbreches zu stören, war Ziel der heutigen Aktion, in deren Rahmen 3 000 Flugblätter an die NachbarInnen und BewohnerInnen des Stadtteils verteilt wurden.

Das Flugblatt findet sich hier:
http://keine-ruhe.org/sites/keine-ruhe.org/files/flugi_hb.pdf

Hier die Pressemitteilung der Bremer Initiative:
http://keine-ruhe.org/sites/keine-ruhe.org/files/pe_hb.pdf




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