1. Dezember 2007

12.12.07 // Pressemitteilung des Arbeitskreises „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“

Am 1.12.2007 hat der Arbeitskreis im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“ zusammen mit 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten vor dem Haus des in Italien wegen Kriegsverbrechen verurteilten ehemaligen Wehrmachtssoldaten Max Josef Milde eine Kundgebung abgehalten. Diese Aktion hat in den Medien eine breites Echo ausgelöst. Dabei wurden sowohl von der Anwältin Mildes, Barbara Kopp, als auch von dem bei Buten un Binnen interviewten Historiker Stefan Klemp Behauptungen aufgestellt, die wir nicht unwidersprochen stehen lassen wollen.

Bericht vom Besuch bei Max Schneider am 1.12.07

Auch in Berlin haben sich um 9.00 früh ca. 30-40 Leute an der Ecke Bernauer Str./ Rheinsberger Str. getroffen. Mit Transparenten wie "Das Schweigen durchbrechen - NS-Täter zur Verantwortung ziehen" zogen sie auf der Straße zur Rheinsberger Str. 22, wo Max Schneider, einer der in La Spezia verurteilten ehemaligen SS-Angehörigen, wohnt.
Offensichtlich war Max Schneider bereits die Tage zuvor als Kriegsverbrecher geoutet worden. Denn in der Nähe hingen Plakate, auf denen die Geschichte des Massakers in Marzabotto und die Täterschaft von Schneider thematisiert wurden.

Hopfgarten: Proteste gegen den NS-Kriegsverbrecher Hubert Bichler am 1.12.07

Hopfgarten (re) Unter dem Motto „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“ fand am Samstag (den 01.12.07) in der Tiroler Gemeinde Hopfgarten ein antifaschistischer Aktionstag statt. Hopfgarten wählte das Dutzend demonstrierender AntifaschistInnen aus Österreich und Deutschland deshalb, da hier Hubert Bichler, ein in Italien zu lebenslanger Haft verurteilter Kriegsverbrecher bisher ungestört seinen Lebensabend verbringt.

Besuch bei Heinrich Nordhorn am 1.12.07

An zentral gelegener Stelle fand in Greven am 1.12.07 zum bundesweiten Aktionstag gegen NS-Kriegsverbrecher eine Kundgebung statt, die mit Hilfe von Transparenten ("Die Mörder sind unter uns - NS-Täter bestrafen!"), Flugblättern und Lautsprecher einen "Erregungskorridor" schuf, durch den die Fußgängerzone betreten und verlassen werden musste.

Am 1.12.07 zu Besuch in der Nachbarschaft von Träger in Duisburg

In Duisburg-Rheinhausen wohnt Heinz Fritz Träger in einer Wohnung der Krupp-Siedlung. Weil diese riesig ist, haben wir dort anlässlich des Aktionstages am 1.12.07 Flugblätter in die Briefkästen und an die - wenigen - StraßenpassantInnen verteilt. Danach wurde vor dem Haus, in dem Träger wohnt, eine kurze spontane Kundgebung abgehalten, mit Partisanenliedern und kurzen Beiträgen zum Urteil gegen Träger und unseren Forderungen.

Aktionstag in Grafenwiesen am 1.12.07 - Josef Baumann

Im Rahmen des überregionalen Aktionstags „Opfer entschädigen – NS-Kriegsverbrecher zur Verantwortung ziehen“ fanden in Grafenwiesen nahe Cham (Oberpfalz/Bayern) am 01.12.2007 eine Flugblattaktion sowie eine Kundgebung statt.Ziel des Aktionstages war es den noch lebenden NS-Kriegsverbrechern die Anonymität zu nehmen, und auf die Problematik des rechtlichen und gesellschaftlichen Umgangs mit NS-Kriegsverbrechern in Deutschland sowie der Nichtentschädigungspraxis gegenüber den Opfern zu thematisieren.

junge welt 3.12.07 // Mörder zu Hause aufgesucht

In Italien verurteilte NS-Verbrecher leben unbehelligt in Deutschland
Von Andreas Grünwald

Mit einem Aktionstag unter dem Motto »Die Mörder sind unter uns!« haben Antifa-Initiativen am Samstag darauf verwiesen, daß in Italien zu lebenslanger Haft verurteilte Kriegsverbrecher sowohl in Deutschland als auch in Österreich auf freiem Fuß leben. In zwölf Städten zogen die Antifaschisten vor die Wohnhäuser der ehemaligen SS- und Wehrmachtsoffiziere. Sie waren von italienischen Gerichten zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie im Jahre 1944 an Massakern in Marzabotto, Sant'Anna di Stazzema oder Civitella beteiligt waren. Die deutschen und österreichischen Justizbehörden weigern sich jedoch, die Mörder auszuliefern oder die Urteile zu vollstrecken.

Der lange Schatten von Marzabotto - Die taz am1.12.07 zum Aktionstag bei Max Schneider

Anfang des Jahres wurde der 83-jährige Max S. in Italien wegen Beteiligung an einem Massaker im Zweiten Weltkrieg zu lebenslanger Haft verurteilt. Dennoch lebt Max S. in Berlin auf freiem Fuß. Eine Initiative will heute das Schweigen brechen und fordert, ihm in Deutschland den Prozess zu machen. VON HEIKE KLEFFNER

Netter Opa von nebenan? - Flugblatttext zur Aktion am 1.12. in Bremen

Schluss mit dem Schutz für NS-Täter

Heute, am 1.12.2007, findet ein bundesweiter Aktionstag „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“ statt. Ziel ist, die in Italien wegen Kriegsverbrechen verurteilte ehemalige Wehrmachtssoldaten auch hier zur Verantwortung zu ziehen. Mehr als 60 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen. Die meisten von Wehrmachtssoldaten und SS-Angehörigen begangenen Verbrechen wurden bis heute nicht gesühnt. Die Täter selbst blieben in den meisten Fällen unbehelligt und haben in der Regel das Image des „netten Opas von nebenan.“

Aktion gegen NS-Kriegsverbrecher in Bremen - Max Milde

Im Rahmen des Aktionstages“ NS-Verbrecher zur Verantwortung ziehen“ fanden heute, am 1.12.2007, Aktionen in insgesamt 12 Städten in der BRD und Östereich statt.
In Bremen war diese Aktion eine Kundgebung im Steintorviertel. Etwa 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen vor das Haus des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Max Josef Milde (Lübecker Strasse 9). Milde wurde im Oktober 2006 von einem Militärgericht im italienischen La Spezia wegen Beteiligung an der Ermordung von 59 Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt.

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